Oficina de la Canciller

  • Sitzt in seinem Büro am Schreibtisch und hat einige Dokumente vor aich liegen. Darunter auch - wie üblich - die inländischen Nachrichten. Als er die neuste Ausgabe der Gaceta in die Hand nimmt, ist er etwas verärgert darüber, wie über seine Kanzlerschaft berichtet wird...

    unterschrift_adrian.png
    Adrián Guitiño de Nevarez
    XIII. Canciller de Reino de Montaña
    XIII. Kanzler des Reino de Montaña

  • Ein Schreiben geht ein um den Kanzler über die aktuellen Geschehnisse innerhalb des Intesa Partners Gran Novara zu informieren. Die politische Entwicklung könnte auch Auswirkungen auf die Intesa haben.

    - Interner Dienstgebrauch -

    Canciller de Nevarez


    Politische Entwicklung in Gran Novara

    Mediana, 3.2.2026


    Senore Canciller,

    wie ich gerade aus noch nicht bestätigen Quellen erfahren habe, soll die Monarchie in Gran Novara friedlich gestürzt worden sein. Zumindest aber kurz vor dem Sturz stehen. Rey Aldo XII. wurde durch Giuseppe de Rossi zur Abdankung aufgefordert. Bisher gibt es keinerlei Reaktion des Palast. Dafür viel Unterstützung der Bevölkerung.

    Welche Auswirkungen dies auf die Intesa haben wird, lässt sich derzeit nur schwer abschätzen.

    Wir werden die weiteren Geschehnisse beobachten.

    Hochachtungsvoll,

    426-b5e477052578a80f800ac316327ee34cdc5f042d0ab77267ae0a41676a2bdaea-variant.webp

  • Das Licht der späten Nachmittagssonne fiel schräg durch die hohen Fenster der Nueva Cancillería del Estado. Kanzler Adrián Guitiño de Nevarez stand am Fenster seines Büros, den Blick auf die Stadt gerichtet und im Gedanken versunken, als das leise Klopfen an der Tür seine Gedanken unterbrach.

    Die Nachricht kam nüchtern, fast beiläufig vorgetragen: In Gran Novara verdichteten sich die Hinweise, dass Re Aldo XII. noch vor Jahresende abdanken müsse. Politischer Druck und ein friedvoller Umsturz – nichts davon war endgültig bestätigt, aber alles klang beunruhigend real.

    Als die Tür sich wieder schloss, blieb Guitiño einen Moment reglos stehen. Gran Novara war ein Verbündeter, ein Pfeiler der Intesa, und doch wusste er: Monarchien waren in diesen Zeiten fragiler, als viele wahrhaben wollten. Unwillkürlich wanderte sein Gedanke nach innen – zur eigenen Ordnung, zur eigenen Krone.

    Die letzten Wahlen hatten Spuren hinterlassen. Das Erstarken der Comunista, ihr selbstbewusstes Auftreten, ihre wachsende Zustimmung in der Bevölkerung. Guitiño setzte sich langsam an seinen Schreibtisch und faltete die Hände.

    Wie sicher ist unsere eigene Monarchie noch?

    Rey Emilio I. genoss nach wie vor Respekt und Loyalität, doch auch hier hatte sich der politische Wind gedreht. Stimmen wurden lauter, Fragen offener gestellt. Nichts war akut – und doch war nichts mehr selbstverständlich.

    Und dann war da die Intesa. Ein Bündnis, das auf Stabilität, gegenseitigem Vertrauen und der stillen Übereinkunft beruhte, die inneren Ordnungen der Partner zu achten. Wenn in Gran Novara ein König abdankte, würde das Auswirkungen haben. Symbolische, politische, vielleicht sogar strategische. Aber noch war alles Spekulation.

    Guitiño atmete tief durch. Er kannte diese Momente: jene gefährliche Schwelle, an der voreilige Schlüsse mehr Schaden anrichten konnten als kluges Abwarten. Außenpolitik verlangte Besonnenheit, nicht Reflexe.

    Er griff zum Notizblock und schrieb nur wenige Stichworte. Dann traf er eine Entscheidung.
    Zuerst würde er Seine Majestät Rey Emilio I. informieren – sachlich, ohne Alarmismus, mit der gebotenen Zurückhaltung. Der König musste wissen, was sich abzeichnete, ohne dass daraus voreilig Konsequenzen gezogen wurden.

    Eines war für Guitiño klar:

    So sehr ihn die Entwicklungen auch beunruhigten, in die innenpolitischen Angelegenheiten eines Verbündeten würde er sich nicht einmischen. Weder öffentlich noch hinter verschlossenen Türen. Die Intesa lebte davon, diese Grenze zu respektieren.

    Als er den Stift beiseitelegte, war es draußen still geworden. Die Stadt lag ruhig unter ihm, ahnungslos gegenüber den Verschiebungen, die sich jenseits ihrer Grenzen andeuteten.

    Guitiño erhob sich, strich sein Jackett glatt und sah noch einmal aus dem Fenster. Die Geschichte war in Bewegung – aber noch schrieb sie sich nicht selbst. Und solange das so war, würde er mit Bedacht handeln. Seine Schritte führte ihn dabei zu seiner Vorzimmerdame, die hastig auf der Tastatur des PCs tippte.

    "Isabell, verbinden Sie mich bitte mit dem Palast. Es ist wichtig."

    Ein kurzes nicken, ein freundliches lächeln und Adrian zog sich an seinen Schreibtisch zurück und hob den Telefonhörer ab...

    unterschrift_adrian.png
    Adrián Guitiño de Nevarez
    XIII. Canciller de Reino de Montaña
    XIII. Kanzler des Reino de Montaña

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!