- Offizieller Beitrag

Der große Innenhof des Palacio de las Palmeras lag an diesem Dezemberabend in warmes Licht getaucht. Zwischen den Säulen aus hellem Stein erhob sich der Weihnachtsbaum, hoch und gerade, eine mächtige Tanne aus den nördlichen Höhen Montañas. Schon am frühen Nachmittag war er unter strenger Aufsicht der Hofverwaltung aufgestellt worden – ein stilles, aber bewusst gesetztes Zeichen von Beständigkeit und Tradition.
Bedienstete, Soldaten der Ehrenwache und Vertreter der Nueva Cancelieria del Estado arbeiteten Hand in Hand. Goldene und rote Kugeln, Bänder in den Farben des Königreichs und fein gearbeitete Glasornamente wurden sorgfältig angebracht. Ganz oben setzte man schließlich den Stern: schlicht, aber leuchtend, so gewählt, dass er vom gesamten Hof aus sichtbar war. Kein Schmuckstück wurde dem Zufall überlassen – der Baum sollte nicht nur festlich sein, sondern würdig.
Mit Einbruch der Dunkelheit trafen die Gäste ein. Minister, Abgeordnete, Vertreter der Regionen, der Kirche, des Sports und der Kultur füllten den Palast mit leiser Konversation. Der Empfang war bewusst offen gehalten: ein Zeichen, dass der Hof in bewegten Zeiten den Dialog suchte. In kleinen Gruppen wurde über Haushalt, internationale Verpflichtungen und die großen Projekte des kommenden Jahres gesprochen – doch immer wieder fiel der Blick zum Baum, der ruhig über allem stand.
Als die Hofkapelle verstummte, trat Rey Emilio I. mit seiner Familie vor. Der König stellte sich unter den Weihnachtsbaum, dessen Lichter nun vollständig erstrahlten. Für einen Moment war es still.
Zitat„Dieser Baum“, begann der Rey, „steht nicht nur für das Fest. Er steht für das, was uns trägt, wenn das Jahr schwer war – und für das, was uns Hoffnung gibt, wenn ein neues beginnt.“
In seiner Ansprache schlug Emilio I. den Bogen von den Herausforderungen des vergangenen Jahres zu den Aufgaben, die vor dem Königreich lagen. Er sprach von Zusammenhalt, von Verantwortung in Politik und Gesellschaft, von Maß und Ausgleich. Keine großen Gesten, keine Pathosformeln – vielmehr eine ruhige Mahnung, dass Stabilität nicht selbstverständlich sei, sondern täglich neu erarbeitet werden müsse.
Zitat„Montaña ist stark, wenn es geeint ist“, sagte er zum Abschluss. „Möge dieses Licht uns daran erinnern – heute Abend und darüber hinaus.“
Applaus brandete auf, zurückhaltend, aber ehrlich. Danach mischte sich der König unter die Gäste, wechselte Worte mit Ministern und regionalen Vertretern. Der Weihnachtsbaum blieb dabei das Zentrum des Abends – Symbol, Kulisse und Botschaft zugleich.
So begann im Palacio de las Palmeras offiziell die Weihnachtszeit: feierlich, politisch bewusst und mit einem klaren Zeichen an das Land.