Namensgebung des Nationalstadions in Carcas

  • Senores, verehrte Senadores,

    ich trete heute vor dieses Hohe Haus, um eine Debatte zu eröffnen, die unser Land seit Monaten bewegt und die weit über die Frage eines einzelnen Bauwerks hinausgeht.

    Es geht um Verantwortung.
    Es geht um politische Ehrlichkeit.
    Und es geht um den Umgang mit einem der umstrittensten Großprojekte der vergangenen Regierungsperiode.

    Das Nationalstadion, dessen Bau durch die vorherige Regierung angestoßen wurde, war von Beginn an Gegenstand intensiver gesellschaftlicher und politischer Diskussionen.

    Viele sahen darin ein Symbol nationalen Selbstbewusstseins und eines modernen Montaña.

    Andere wiederum äußerten erhebliche Zweifel – Zweifel an den Kosten, an der Prioritätensetzung und an der Frage, ob ein solches Projekt in der damaligen wirtschaftlichen Lage unseres Königreichs verantwortbar war.

    Diese Kontroverse ist bekannt.
    Und sie ist legitim.

    Die neue Regierung hat nach ihrem Amtsantritt eine umfassende Prüfung des Vorhabens veranlasst. Wir haben sämtliche finanziellen, baulichen und vertraglichen Aspekte analysieren lassen.

    Die Ergebnisse dieser Prüfung sind eindeutig:

    Das Projekt ist inzwischen so weit fortgeschritten, dass ein Baustopp oder gar ein Rückbau wirtschaftlich nicht mehr vertretbar wäre.

    Ein solcher Schritt würde die Belastung der Steuerzahler nicht verringern – er würde sie erheblich steigern.

    Er würde bereits eingesetzte öffentliche Mittel vernichten und zusätzliche Kosten verursachen, die unser Staat nicht verantworten kann.

    Deshalb sage ich heute mit aller Klarheit:

    Die Regierung wird keinen Rückbau veranlassen.

    Wir werden dieses Projekt nicht aus politischem Kalkül stoppen.

    Doch ebenso klar ist:

    Wir werden dieses Vorhaben nicht einfach unverändert fortführen, als wäre die öffentliche Kritik bedeutungslos gewesen.

    Gerade weil dieses Projekt umstritten ist, muss es nun in die demokratische Verantwortung dieses Hauses überführt werden.

    Deshalb eröffne ich heute die parlamentarische Debatte über die zukünftige Ausgestaltung des Stadions.

    Die Regierung schlägt vor, dem Congreso die Möglichkeit einzuräumen, über die künftige Namensgebung des Stadions mitzuentscheiden.

    Diese Entscheidung soll nicht hinter verschlossenen Türen fallen.

    Sie soll Ausdruck parlamentarischer Mitbestimmung sein.

    Darüber hinaus wird die Regierung die Möglichkeit prüfen, die Namensrechte des Stadions ganz oder teilweise wirtschaftlich zu vergeben.

    Ein solcher Schritt könnte erhebliche zusätzliche Einnahmen generieren und einen Teil der finanziellen Belastungen kompensieren.

    Dies wäre kein Zeichen der Schwäche.

    Es wäre ein Zeichen verantwortungsvoller Staatsführung.

    Werte Senatoren,

    wir können die Entscheidungen der Vergangenheit nicht ungeschehen machen.

    Aber wir können entscheiden, wie wir mit ihren Folgen umgehen.

    Diese Debatte soll genau dazu dienen.

    Nicht zur rückwärtsgewandten Schuldzuweisung.
    Sondern zur gemeinsamen Verantwortung.

    Ich lade alle Fraktionen dieses Hauses ein, sich konstruktiv an dieser Diskussion zu beteiligen.

    Lassen Sie uns gemeinsam eine Lösung finden, die wirtschaftlich vernünftig, politisch transparent und dem Interesse Montañas verpflichtet ist.

    Hiermit erkläre ich die Debatte für eröffnet.

    Ich danke Ihnen.

  • Ich begrüße es ausdrücklich, dass nun zumindest das Parlament einbezogen wird. Das bei einem Nationalstadion die Namensrechte veräußert werden sollen, sehe ich kritisch. Immerhin repräsentiert es ein Stück weit Montaña!

    Gibt es denn eigentlich schon eine Summe, was dieser Bau insgesamt kosten wird?

  • Auch stellt sich mir die Frage, warum nicht das Recht sich "Nationalstadion" zu nennen, alle paar Jahre neu vergeben wird. Die Zeiten in denen alle Länderspiele in Carcas ausgetragen werden, sollten spätestens mit der Teilautonomie von Tierra Para beendet sein.

  • Wir sind hier um eine offene Aussprache zu führen. Daher können sämtliche Überlegungen ausgesprochen werden. Die Vergabe eines Nationalstadion-Recht auf Zeit lehne ich allerdings ab. Dafür wurde dieses Bauwerk konzipiert und erbaut. Die Kosten dafür wären zu immens, wenn es dann nicht genutzt würde. Einzig und alleine, wenn ein carcaser Verein das Stadion übernimmt, würde ich von dieser Meinung abweichen. Ich gehe aber davon aus, dass keiner der beiden carcaser Vereine die Kosten des Bau übernehmen möchte.

    Eine genaue Kostenaufstellung liegt mir noch nicht vor. Ich werde sie aber gerne nachreichen.

  • Ich finde es gar nicht einmal abwegig ein neues Stadion zu bauen. Der Bau kann dann symbolisch für eine neue Ära des Sports stehen. Unser Land war schon immer eine sportliche Nation und die Verbundenheit, die Tradition und die Erfolge werden auch in einem neuen Nationalstadion weitergehen. Das die damalige Regierung dieses Projekt ohne Kommunikation und den notwendigen Einbezug des Parlaments beschlossen hat, soll nicht der Makel des Projektes an sich sein. Vielmehr wird es für immer als Makel der Regierung Guitino in Erinnerung bleiben.

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