Am frühen Nachmittag brennt die Sonne über die Dächer von Carcas. Vor dem Palacio de las Palmeras, unweit der Festmeile, hatte sich eine große Menschenmenge versammelt. Familien, Veteranen, Schülerinnen und Schüler sowie Vertreter der Regionen warteten gespannt auf den Höhepunkt des Tages: die Ansprache von Emilio I.. Im Inneren des Palastes herrschte bereits eine würdevolle Atmosphäre. Angehörige der königlichen Garde standen regungslos an den Eingängen. Als die Turmuhr die volle Stunde schlug, öffneten sich die großen Türen des Palastes. Der König trat auf den festlich geschmückten Balkon. Für einen Augenblick wurde es still. Dann brandete lang anhaltender Applaus auf, begleitet von Jubelrufen der versammelten Menschen. Emilio I. hob lächelnd die Hand zum Gruß, bevor er an das Rednerpult trat.
Liebe Bürgerinnen und Bürger des Reino de Montaña,
heute versammeln wir uns, um unser Land zu feiern – seine Geschichte, seine Menschen und seine gemeinsame Zukunft.
Dieses Fest erinnert uns daran, dass ein Staat nicht allein durch seine Institutionen oder seine Grenzen geprägt wird. Er lebt durch die Menschen, die ihn mit Fleiß, Mut und Zusammenhalt Tag für Tag gestalten.
Ich blicke heute mit Stolz auf unser Königreich. Wir haben Herausforderungen gemeistert, Krisen überwunden und gemeinsam Erfolge erreicht. Dabei war es nie der Weg des Einzelnen, sondern stets der Weg einer Nation, die zusammensteht.
Besonders danke ich heute all jenen, die unserem Land dienen – in den Streitkräften, bei Polizei und Rettungsdiensten, in der Justiz, in den Verwaltungen und in allen öffentlichen Einrichtungen. Ebenso danke ich den Unternehmern, den Arbeitnehmern, den Landwirten, den Lehrkräften, den Ärztinnen und Ärzten sowie allen Bürgerinnen und Bürgern, deren tägliche Arbeit unser Gemeinwesen trägt.
Vor wenigen Wochen haben die Bürger unseres Landes einen neuen Kanzler gewählt. Unsere Institutionen haben erneut bewiesen, dass sie Stabilität und Kontinuität gewährleisten. Dafür bin ich dankbar. Als Rey werde ich auch künftig überparteilich über die Einheit unseres Reiches wachen und allen verfassungsmäßigen Organen mit Respekt begegnen!
Unsere Verfassung bildet das Fundament unseres Zusammenlebens. Sie garantiert Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und den friedlichen Ausgleich unterschiedlicher Meinungen. Diese Werte dürfen niemals selbstverständlich werden. Jede Generation trägt die Verantwortung, sie zu bewahren und zu stärken.
Die Zukunft wird neue Aufgaben mit sich bringen. Wirtschaftliche Veränderungen, technologische Entwicklungen und internationale Herausforderungen verlangen Mut und Weitsicht. Ich bin jedoch überzeugt, dass unser Königreich diesen Weg erfolgreich gehen wird – weil wir auf den Zusammenhalt unserer Bürger vertrauen können!
Möge dieses Fest uns daran erinnern, dass wir trotz aller Unterschiede ein gemeinsames Ziel verfolgen: ein freies, gerechtes und starkes Reino de Montaña!
Lassen Sie uns mit Zuversicht nach vorn blicken und gemeinsam an einer Zukunft arbeiten, auf die kommende Generationen stolz sein können.
Es lebe das Reino de Montaña!
Mit ruhiger Stimme begann er seine Ansprache. Er sprach über die Geschichte des Reino de Montaña, über die Werte, die das Land zusammenhielten, und über die Verantwortung jeder Generation, Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu bewahren. Immer wieder unterbrachen Beifallsbekundungen seine Rede, besonders als er den Bürgerinnen und Bürgern für ihren täglichen Einsatz dankte und die Bedeutung des gesellschaftlichen Zusammenhalts hervorhob. Für heute Abend ist ein großes Feuerwerk über den Dächern von Carcas geplant. Goldene und silberne Lichter sollen sich dann auch in den Fenstern des Palastes spiegeln und der Hauptstadt in ein festliches Glänzen ermöglichen. So soll der Festmonat enden, als ein Tag der Gemeinschaft, des Stolzes und der Hoffnung – ein Tag, an dem das gesamte Reino de Montaña seine Einheit feierte.