Beiträge von Adrián Guitiño de Nevarez

    Ich werde im Rahmen des kleinen Dienstweges mit Kanzler Pérez, den Wunsch des Hauses erörtern, das Tierra Para mehr innenpolitische Beachtung zukommt. Eventuell lässt sich gemeinsam mehr erreichen.

    Ich bin allerdings durchaus der Auffassung, dass die Landesregierung mehr tun kann, als nur mit dem amtierenden Kanzler zu sprechen. Wo bleibt der Elan und das Engagement für die Sache? Fehlt es der Landesregierung daran?

    Politik lebt vom Wandel und glauben Sie mir, dass habe ich auch erfahren müssen. Manchmal kann es aber auch notwendig sein, den Blick aus der Opposition an die Bedürfnisse des Landes zu richten. Ich bleibe dabei, dass nach so einer langen Zeit auch ungeachtet ihrer Person, ein Wechsel notwendig ist. Wir sehen doch alle, dass das Land immer noch im Stillstand feststeckt. Bisher hat sich mit der Teilautonomie zu wenig bewegt, es ist fast so... als würde es diese Teilautonomie noch nicht geben. Und hier ist die Frage durchaus berechtigt, warum die Möglichkeiten, die sich nun bieten, nicht wahrgenommen werden.

    Diese Diskussion führt doch zu nichts. Die notwendigen Anreize müssen gezielt erfolgen in dem für neue Unternehmensgründungen in Tierra Para wirbt. Bestehende Unternehmen wie SETA könnten auch eine Niederlassung in Tierra Para eröffnen. Es stellt sich eher die Frage, was die Unternehmen bisweilen davon abhält. Hier sollte die Regierung unter Gobernador Curbain den Fehler suchen. Mehr Anreize als eine Steuerfreiheit kann es auf dem größten Landesteil des Königreiches doch nicht geben! Hier müssen wir logisch an die Problematik herangehen und neue Schlüsse ziehen.

    Vielleicht liegt es auch daran, dass Gobernador Curbain langsam Amtsmüde wird. Nach 14 Jahren als Gobernador darf diese Frage auch einmal in den Raum geworfen werden. Auch wenn die Wahl erst erfolgte, so war es die erste freie Wahl und keine Bestimmung des Palastes. Ich bin mir sicher, dass der Wähler genau darauf achten wird, wie und ob sich dieser Gobernador für das wirtschaftliche Leben innerhalb Tierra Paras einsetzen wird.

    Die Namenswahl war auch unter meiner Kanzlerschaft geplant, über einen Beschluss des Parlaments zu sichern. Vorschläge waren zur Zeiten meiner Kanzlerschaft:

    • Estadio Horizonte
    • Arena del Mar
    • Estadio Imperial
    • Estadio Nacional

    Einen wirtschaftlichen Aspekt, die Namensrechte zu veräußern, wäre meiner Regierung nie in den Sinn gekommen. Dies lehne ich auch kategorisch ab! Das Nationalstadion sollte keinem Namenssponsoring zum Opfer falllen!

    Verehrte Senadores,

    wir stehen heute in diesem Hohen Haus in einer Situation, die unserem Land nicht gerecht wird.

    Die Bürgerinnen und Bürger haben gesprochen. Mit 50 Prozent der Stimmen haben sie Felipe Pérez und seiner Partei Nueva Dirección einen klaren Regierungsauftrag erteilt. Diesen Auftrag gilt es zu respektieren – und ich sage das in aller Deutlichkeit: Auch wir als Opposition respektieren dieses Wahlergebnis.

    Doch mit einem klaren Wahlsieg geht auch eine klare Verantwortung einher.

    Und genau hier liegt das Problem.

    Tage nach der Vereidigung erleben wir ein Land, das auf eine handlungsfähige Regierung wartet. Ministerposten sind nicht besetzt, Entscheidungen werden verzögert, und zentrale politische Projekte liegen auf Eis. Währenddessen fragen sich die Menschen draußen zu Recht: Wann beginnt diese Regierung endlich zu arbeiten?

    Es ist nicht die Aufgabe der Opposition, die Regierung zu bilden. Aber es ist sehr wohl unsere Aufgabe, auf Missstände hinzuweisen.

    Kanzler Pérez, Sie haben im Wahlkampf von einer „neuen Richtung“ gesprochen. Doch was wir derzeit sehen, ist keine Richtung – sondern Stillstand.

    Die lange andauernde und offenbar schwierige Zusammensetzung Ihres Kabinetts wirft Fragen auf:
    Fehlt es an geeigneten Persönlichkeiten?
    Fehlt es an politischer Klarheit?
    Oder fehlt es an Führung?

    Ein Wahlsieg ist kein Selbstzweck. Er ist ein Versprechen an das Land. Und dieses Versprechen beginnt nicht irgendwann – es beginnt am ersten Tag im Amt.

    Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Herausforderungen, steigender Preise und wachsender Unsicherheit kann sich unser Land keinen politischen Leerlauf leisten.

    Ich fordere Sie daher im Namen der Opposition auf:

    Stellen Sie Ihre Regierung vollständig auf.
    Übernehmen Sie Verantwortung.
    Und beginnen Sie endlich mit der Arbeit, für die Sie gewählt wurden.

    Wir als Opposition stehen bereit, konstruktiv zu begleiten, kritisch zu prüfen und – wo es dem Land dient – auch zu unterstützen.

    Aber eines ist klar: Wir werden nicht schweigen, wenn aus einem klaren Wählerauftrag ein zögerlicher Regierungsstart wird.

    Das Land erwartet Führung!

    Nach seiner Wahlniederlage zieht sich Adrián erstmal auf seinen Wohnsitz in Tassagona zurück. Von hier aus wird er zukünftig auch die CONVERSADOR führen. Die Arbeit scheint ihn dabei nicht ausgehen zu wollen. Immerhin hat er vor, nach ein paar Tagen wieder voll in die Politik einzusteigen. Nach dem verlorenen Wahlkampf möchte er sich fürs erste allerdings eine kleine Auszeit gönnen. Die einen werden sagen, er würde seine Wunden lecken, andere werden erkennen, das er mit Bedacht an einem Comeback arbeitet.