Beiträge von Felipe Pérez

    Wir sind hier um eine offene Aussprache zu führen. Daher können sämtliche Überlegungen ausgesprochen werden. Die Vergabe eines Nationalstadion-Recht auf Zeit lehne ich allerdings ab. Dafür wurde dieses Bauwerk konzipiert und erbaut. Die Kosten dafür wären zu immens, wenn es dann nicht genutzt würde. Einzig und alleine, wenn ein carcaser Verein das Stadion übernimmt, würde ich von dieser Meinung abweichen. Ich gehe aber davon aus, dass keiner der beiden carcaser Vereine die Kosten des Bau übernehmen möchte.

    Eine genaue Kostenaufstellung liegt mir noch nicht vor. Ich werde sie aber gerne nachreichen.

    Senores, verehrte Senadores,

    ich trete heute vor dieses Hohe Haus, um eine Debatte zu eröffnen, die unser Land seit Monaten bewegt und die weit über die Frage eines einzelnen Bauwerks hinausgeht.

    Es geht um Verantwortung.
    Es geht um politische Ehrlichkeit.
    Und es geht um den Umgang mit einem der umstrittensten Großprojekte der vergangenen Regierungsperiode.

    Das Nationalstadion, dessen Bau durch die vorherige Regierung angestoßen wurde, war von Beginn an Gegenstand intensiver gesellschaftlicher und politischer Diskussionen.

    Viele sahen darin ein Symbol nationalen Selbstbewusstseins und eines modernen Montaña.

    Andere wiederum äußerten erhebliche Zweifel – Zweifel an den Kosten, an der Prioritätensetzung und an der Frage, ob ein solches Projekt in der damaligen wirtschaftlichen Lage unseres Königreichs verantwortbar war.

    Diese Kontroverse ist bekannt.
    Und sie ist legitim.

    Die neue Regierung hat nach ihrem Amtsantritt eine umfassende Prüfung des Vorhabens veranlasst. Wir haben sämtliche finanziellen, baulichen und vertraglichen Aspekte analysieren lassen.

    Die Ergebnisse dieser Prüfung sind eindeutig:

    Das Projekt ist inzwischen so weit fortgeschritten, dass ein Baustopp oder gar ein Rückbau wirtschaftlich nicht mehr vertretbar wäre.

    Ein solcher Schritt würde die Belastung der Steuerzahler nicht verringern – er würde sie erheblich steigern.

    Er würde bereits eingesetzte öffentliche Mittel vernichten und zusätzliche Kosten verursachen, die unser Staat nicht verantworten kann.

    Deshalb sage ich heute mit aller Klarheit:

    Die Regierung wird keinen Rückbau veranlassen.

    Wir werden dieses Projekt nicht aus politischem Kalkül stoppen.

    Doch ebenso klar ist:

    Wir werden dieses Vorhaben nicht einfach unverändert fortführen, als wäre die öffentliche Kritik bedeutungslos gewesen.

    Gerade weil dieses Projekt umstritten ist, muss es nun in die demokratische Verantwortung dieses Hauses überführt werden.

    Deshalb eröffne ich heute die parlamentarische Debatte über die zukünftige Ausgestaltung des Stadions.

    Die Regierung schlägt vor, dem Congreso die Möglichkeit einzuräumen, über die künftige Namensgebung des Stadions mitzuentscheiden.

    Diese Entscheidung soll nicht hinter verschlossenen Türen fallen.

    Sie soll Ausdruck parlamentarischer Mitbestimmung sein.

    Darüber hinaus wird die Regierung die Möglichkeit prüfen, die Namensrechte des Stadions ganz oder teilweise wirtschaftlich zu vergeben.

    Ein solcher Schritt könnte erhebliche zusätzliche Einnahmen generieren und einen Teil der finanziellen Belastungen kompensieren.

    Dies wäre kein Zeichen der Schwäche.

    Es wäre ein Zeichen verantwortungsvoller Staatsführung.

    Werte Senatoren,

    wir können die Entscheidungen der Vergangenheit nicht ungeschehen machen.

    Aber wir können entscheiden, wie wir mit ihren Folgen umgehen.

    Diese Debatte soll genau dazu dienen.

    Nicht zur rückwärtsgewandten Schuldzuweisung.
    Sondern zur gemeinsamen Verantwortung.

    Ich lade alle Fraktionen dieses Hauses ein, sich konstruktiv an dieser Diskussion zu beteiligen.

    Lassen Sie uns gemeinsam eine Lösung finden, die wirtschaftlich vernünftig, politisch transparent und dem Interesse Montañas verpflichtet ist.

    Hiermit erkläre ich die Debatte für eröffnet.

    Ich danke Ihnen.

    Da das Projekt bereits weit fortgeschritten ist, wäre ein Baustopp und ggfs. ein Rückbau, teurer als die letztendliche Fertigstellung. Auch wenn ich selbst nicht hinter diesem Projekt stehe und diesen Bau für unnötig erachte, so müssen manche Entscheidungen zum Wohle der Bevölkerung und in diesem Falle, der Steuerzahler, getroffen werden.

    Finde ich nicht schlecht und ist dahingehend auch flexibel. Es sollte darüber hinaus auch unseren Ansprüchen genügen. Wir müssen auch nicht mehr ins Detail gehen als unbedingt notwendig. Ich finde das Montana in der Hinsicht schon gut aufgestellt ist.

    Die Idee mit verschiedenen MON-Indexen würde ich mitgehen. Dann wie von Rodrigo Gutiérrez vorgeschlagen, die derzeitigen Unternehmen gesondert auflisten. Neue Unternehmen könnten dann einfach einem Sektor zugeordnet werden und finden sich dann in einem "Topf" wieder.

    Der Kanzler geht seinen Amtsgeschäften nach. Nach einem Treffen mit seinem persönlichen Berater wartet nun die Kabinettsitzung auf ihn.. Mit einem Lächeln auf den Lippen und äußerst motiviert, macht er sich mit den Unterlagen Unternehmen Arm auf den Weg zum Kabinettsaal...

    Der Kanzler tritt ans Rednerpult vor und richtet das Wort an die versammelten Regierungsmitglieder, Senatoren und Zuhörer..

    Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, Senadores und verehrte Senor Guitiño de Nevarez,

    ich danke Ihnen für Ihre Worte – und ich nehme Ihre Kritik ernst. Denn genau das ist es, was eine lebendige Demokratie ausmacht: der offene, auch kritische Austausch in diesem Haus.

    Ja, es ist richtig: Die Bildung der Regierung dauert länger, als es sich viele – auch ich selbst – gewünscht hätten. Aber lassen Sie mich ebenso klar sagen: Was hier geschieht, ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Verantwortung.

    Ich habe mich bewusst dagegen entschieden, Posten vorschnell zu vergeben, nur um schnelle Schlagzeilen zu produzieren. Ich werde keine Regierung zusammenstellen, die auf Kompromissen basiert, die wir morgen bereuen.

    Mein Anspruch ist ein anderer.

    Ich will eine Regierung, die kompetent ist.
    Eine Regierung, die zusammenarbeitet.
    Und eine Regierung, die dem Auftrag gerecht wird, den die Bürgerinnen und Bürger uns mit 50 Prozent ihrer Stimmen erteilt haben.

    Dieser Auftrag ist eindeutig: Veränderung. Und echte Veränderung braucht Substanz – nicht Eile um jeden Preis.

    Senor Guitiño, Sie haben gefragt, ob es an Führung fehlt. Ich sage Ihnen: Führung zeigt sich nicht darin, Entscheidungen möglichst schnell zu treffen – sondern darin, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

    Und genau das tun wir gerade.

    Wir führen intensive Gespräche, wir prüfen sorgfältig, und wir stellen sicher, dass jede Person, die Verantwortung übernimmt, auch bereit ist, diese Verantwortung langfristig und im Sinne des Landes zu tragen.

    Gleichzeitig möchte ich eines deutlich machen: Dieses Land steht nicht still.

    Die Arbeit der Verwaltung läuft. Entscheidungen werden vorbereitet. Maßnahmen werden entwickelt. Die Regierung ist nicht abwesend – sie ist im Aufbau.

    Ich verstehe die Ungeduld. Ich teile sie in gewisser Weise sogar. Aber ich bitte dieses Haus und die Öffentlichkeit um eines: Vertrauen in einen Prozess, der darauf ausgerichtet ist, Stabilität und Qualität zu sichern.

    Denn am Ende wird nicht entscheidend sein, ob wir ein paar Tage früher oder später gestartet sind.

    Entscheidend wird sein, ob wir unserem Land eine Regierung geben, die funktioniert.

    Und genau das werde ich tun.

    Vielen Dank.

    Der Kanzler bezieht nun auch offiziell sein Büro. Er spürt hierbei die große Verantwortung die von nun an auf seinen Schultern lastet. Dennoch ist er äußerst motiviert, die großen Aufgaben anzugehen. Nach dem er das Personal persönlich kennengelernt hat, zieht sich der Kanzler in sein Büro zurück. Auf dem Schreibtisch liegen bereits die ersten Dokumente, die er durschauen muss. In einem Moment der Stille lässt er seine Gedanken schweifen. Ihm ist bewusst, dass insbesondere die nächsten Monate nicht einfach für die Regierung werden wird.