Kanzlerwahl im Oktober: Rückkehr der alten Rivalen?
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GACETA NACIONAL -
15. September 2026 um 10:59 -
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2 Antworten
- Pérez will weitermachen – aber reicht die bisherige Bilanz?
- Der Aktivitätsvorwurf – eine gefährliche Waffe für den eigenen Angreifer
- Guitiño – Comeback oder politische Vergangenheit?
- Curbain ist raus – zumindest vorerst
- Fidel Vesoya wartet schon
- Und dann wäre da noch Rodrigo Gutiérrez
- Vier Namen, ein offenes Rennen
Carcas – Im Mittelpunkt stehen dabei drei bekannte Namen: der amtierende Kanzler Felipe Pérez, sein Vorgänger Adrián Guitiño de Nevarez und der Kommunist Fidel Vesoya. Während Vesoya nach allem, was aus seinem politischen Umfeld zu hören ist, erneut antreten dürfte, ist insbesondere die Frage offen, ob Guitiño de Nevarez den Weg zurück in die nationale Politik sucht.
Der heutige Gobernador von Tierra Para ist keineswegs ein politischer Außenseiter. Guitiño de Nevarez war selbst Kanzler und führte die Regierung vom April 2025 bis zum April 2026. Bei der damaligen Wahl konnte er sich zunächst gegen Fidel Vesoya behaupten beziehungsweise befand sich mit diesem in einem historischen Patt. Später musste er sein Amt schließlich an Felipe Pérez abgeben. Pérez wurde am 7. April 2026 von Rey Emilio I. zum XIV. Canciller ernannt.
Nun könnte ausgerechnet dieser Pérez erneut zum politischen Gegner seines Vorgängers werden.
Pérez will weitermachen – aber reicht die bisherige Bilanz?
Felipe Pérez dürfte allen Spekulationen zum Trotz ein ernsthafter Kandidat für eine weitere Amtszeit sein. Als Mitbegründer der Nueva Dirección (ND) steht er für einen politischen Neuanfang und konnte sich im Frühjahr gegen Guitiño de Nevarez durchsetzen.
Seine Regierung hatte sich vorgenommen, die staatlichen Strukturen zu modernisieren und die Verwaltung zu vereinfachen. Auch außenpolitisch setzte Pérez früh auf Kontinuität und Erfahrung: Rodrigo Gutiérrez wurde zu seinem Vizekanzler und Außenminister sowie zum Chefdiplomaten berufen.
Doch eine erneute Kandidatur Pérez' wäre keineswegs ein Selbstläufer. Nach einigen Monaten im Amt stellt sich zunehmend die Frage, ob es der ND gelungen ist, aus ihrem Wahlsieg eine nachhaltige politische Bewegung zu machen.
Und genau hier könnte Guitiño de Nevarez ansetzen.
Der Aktivitätsvorwurf – eine gefährliche Waffe für den eigenen Angreifer
Besonders interessant dürfte der Wahlkampf deshalb werden, weil Guitiño de Nevarez Pérez immer wieder mangelnde politische Aktivität vorgeworfen hat.
Der Vorwurf ist politisch durchaus wirkungsvoll: In einer Land wie Montaña entscheidet sich politische Glaubwürdigkeit nicht zuletzt daran, wie sichtbar und aktiv ein Politiker tatsächlich am politischen Leben teilnimmt.
Doch Guitiño de Nevarez könnte dabei auf ein Problem stoßen: Er kennt diese Kritik aus eigener Erfahrung.
Auch seine eigene Kanzlerschaft war immer wieder von Diskussionen über politische Aktivität und die Frage begleitet, ob Regierung und Kanzler genügend Impulse setzen. Selbst während seiner Amtszeit wurde darüber gestritten, ob seine Regierung ausreichend präsent sei. Dass ausgerechnet der ehemalige Kanzler nun seinem Nachfolger mangelnde Aktivität vorwirft, dürfte Pérez im Wahlkampf deshalb eine Steilvorlage liefern.
Die ND könnte die Frage stellen: Warum soll das, was bei Guitiño de Nevarez noch entschuldbar war, bei Pérez plötzlich ein Grund für eine Abwahl sein?
Guitiño – Comeback oder politische Vergangenheit?
Noch spannender ist deshalb die Frage, ob Adrián Guitiño de Nevarez tatsächlich zurückkehren will.
Als Gobernador von Tierra Para verfügt er weiterhin über ein politisches Amt und eine eigene Bühne. Gleichzeitig hat er als Altkanzler Erfahrung in der Staatsführung. Ein Wahlkampf unter dem Motto „Jetzt erst recht“ wäre daher durchaus vorstellbar.
Seine Ausgangslage ist allerdings ambivalent.
Guitiño de Nevarez könnte sich als erfahrener Staatsmann präsentieren, der nach den Erfahrungen seiner ersten Kanzlerschaft nun wisse, was Montaña brauche. Gleichzeitig müsste er sich unangenehmen Fragen stellen: Warum soll ausgerechnet seine Rückkehr die Lösung für jene Probleme sein, die während seiner eigenen Amtszeit ebenfalls nicht gelöst wurden?
Hinzu kommt seine Niederlage gegen Felipe Pérez. Eine erneute Kandidatur würde damit automatisch zu einem persönlichen Duell werden: Kann der ehemalige Kanzler seinen Nachfolger nur wenige Monate nach dessen Amtsübernahme wieder aus dem Amt drängen?
Curbain ist raus – zumindest vorerst
Einer der großen Namen der vergangenen Jahre dürfte dagegen nicht auf dem Stimmzettel stehen: Juarez Curbain.
Der langjährige politische Schwergewicht und ehemalige Kanzler hat nach seinem Rückzug aus dem Amt des Gobernador von Tierra Para bereits ausgeschlossen, noch einmal für das Kanzleramt anzutreten.
Damit fehlt dem bürgerlichen Lager ein Kandidat, der über enorme politische Erfahrung verfügt. Curbain war über viele Jahre eine der prägenden Figuren Montañas und galt lange als nahezu unverzichtbarer Bestandteil der politischen Landschaft.
Sein Verzicht könnte das Feld jedoch gleichzeitig für eine neue Generation öffnen.
Fidel Vesoya wartet schon
Einer dürfte sich über die erneute Unruhe im bürgerlichen Lager besonders freuen: Fidel Vesoya.
Der Kandidat der Comunista gehört mittlerweile fest zum politischen Inventar jeder Kanzlerwahl. Sein historisches Patt mit Guitiño de Nevarez hat gezeigt, dass die Comunista keineswegs nur eine Randerscheinung ist. Die Wahl vom Oktober könnte Vesoya erneut die Möglichkeit geben, seine Anhängerschaft zu mobilisieren und aus der Konkurrenz zwischen ND und ehemaligen Regierungspolitikern Kapital zu schlagen.
Sollten Guitiño de Nevarez und Pérez sich gegenseitig bekämpfen, könnte Vesoya zum lachenden Dritten werden.
Und dann wäre da noch Rodrigo Gutiérrez
Doch vielleicht hält die politische Landschaft von Montaña noch eine Überraschung bereit.
Ein Name, der zunehmend interessant werden könnte, ist Rodrigo Gutiérrez.
Der erfahrene Außenminister und Chefdiplomat hat in den vergangenen Jahren außenpolitisch einige Erfolge vorzuweisen. Unter Pérez wurde er zusätzlich zum Vizekanzler berufen. Seine politische Erfahrung, sein diplomatisches Profil und seine vergleichsweise nüchterne politische Art könnten ihn zu einer interessanten Alternative machen.
Gutiérrez wäre dabei ein völlig anderer Kandidat als Vesoya, Pérez oder Guitiño de Nevarez. Während die drei Namen bereits stark mit innenpolitischen Auseinandersetzungen verbunden sind, könnte Gutiérrez mit Erfahrung, Außenpolitik und staatspolitischer Kompetenz punkten.
Noch ist eine Kandidatur reine Spekulation. Aber gerade deshalb könnte sie im Oktober für eine Überraschung sorgen.
Vier Namen, ein offenes Rennen
Damit zeichnet sich bereits jetzt ein bemerkenswertes Szenario ab:
Felipe Pérez könnte um seine Wiederwahl kämpfen.
Adrián Guitiño de Nevarez könnte den Versuch unternehmen, ins Kanzleramt zurückzukehren.
Fidel Vesoya dürfte erneut für die Comunista antreten.
Und Rodrigo Gutiérrez könnte als Überraschungskandidat ins Rennen kommen.
Noch ist keine dieser Konstellationen endgültig entschieden. Sicher ist allerdings: Die Kanzlerwahl im Oktober könnte zu einer Abstimmung über weit mehr werden als nur über eine Person.
Sie könnte zur Entscheidung darüber werden, ob Montaña auf Kontinuität, Rückkehr oder politischen Neuanfang setzt.
Und vielleicht wird ausgerechnet der Mann, der Felipe Pérez monatelang mangelnde Aktivität vorgeworfen hat, selbst wieder zum zentralen Akteur der politischen Bühne.
Die kommenden Wochen dürften zeigen, wer tatsächlich den Mut hat, ins Rennen zu gehen.
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